Hier erfahren Sie die neuesten Infos über unser Unternehmen!

Studie: Hohe betriebswirtschaftliche Schäden durch mangelnde Flexibilität

::ERP Suiten behindern Geschäftsprozesse


Boston (sk) - Unternehmensweite Standardsoftware bereitet dem Gros der Unternehmen das Problem, ihre Geschäftsprozesse nur mit hohen Kosten integrieren zu können. Nach Meinung der Aberdeen Group lösen auch serviceorientierte ERP Versionen das Problem nicht.

51 Prozent der vom US Beratungsunternehmen befragten 400 IT- und Fachbereichs- Manager weltweit beklagen die Unflexibilität der heutigen ERP-Systeme hinsichtlich der Ausrichtung an den Geschäftsprozessen. Analyst Peter Kastner nennt ein Beispiel: Abläufe wie das Supply Chain Management würden "zusammengestöpselt aus mehreren, nicht integrierten Softwareaplikationen". Die damit verbundenen Kosten seien immens hoch. Das führe in der Regel zu Kompromissen und verhindere nicht zuletzt wichtige IT Investitionen in anderen Bereichen.

Vor allem kleine und mittlere Betriebe sind hier benachteiligt, weil sie sich das teure Customizing nicht leisten können und daher ihre Prozesse an der ERP-Software ausrichten. Die große Unzufriedenheit der Fachbereiche über die mangelnde Ausrichtung der IT an ihrem Business beruhe zum großen Teil auf diesem Manko der ERP-Suiten.

Die Aberdeen Group schätzt den daraus resultierenden Verlust an Geschäftswert auf 143 Milliarden Dollar im Jahr weltweit. Kein Wunder ist zudem, dass die Hälfte der Befragten sich hochgradig unzufrieden über den Kapitalrückfluss ihrer unternehmensweiten Anwendungen äußert.

Die unternehmensweite Integration der Applikationen stellt die Befragten wiederum vor die Prozessproblematik: Neben den hohen Kosten bemängeln sie in erster Linie den Zwang zum Redesign ihrer Abläufe. "Das darf nicht sein", stellt Kastner klar und warnt Anwender davor, erneut in die alte ERP-Falle zu tappen: "Stellen Sie bei der Auswahl sicher, dass sich die Software den Prozessen anpassen lässt und nicht umgekehrt."

Als wichtigsten Hebel zur Lösung der Problematik sehen zwei Drittel der Befragten serviceorientierte Architekturen (SOA). "Doch das darf nicht dazuführen, die Zuflucht alleine in SOA fähigen Enterprise Applications zu suchen und diese als SOA Werkzeugkasten zu nutzen", warnt Kastner. Sie stellen nur eine Teillösung der Integrationsaufgabe dar. Deren Toolsets, so sein Hinweis, seien zudem stets speziell für die Technologie und Architektur der jeweiligen Anwendung konzipiert.

Für ihre Integrationsprojekte setzen die Unternehmen vor allem auf die drei Toptechnologien Webservices, offene Middleware und XML. Daneben wollen sie insbesondere in Lösungen für das Business Process Management investieren:

60 Prozent nennen Produkte für die Ausführung von Prozessen, 54 Prozent Werkzeuge für deren Modellierung. 53 Prozent erwägen zudem die Anschaffung eines regelbasierten Toolsets zur besseren und schnelleren Konfiguration möglicher Änderungen.

Neben der Prozessausrichtung hoffen die Unternehmen, mit der Integration der Anwendungen auch tiefere Analysemöglichkeiten durch Business Intelligence Tools zu erhalten. 55 Prozent wollen in diesem Bereich stärker investieren.




© 2009 by QUADRIGA Softwareentwicklung GmbH & Co KG | design & code by Katharina Paul